#Wägmacher lädt zum Saisonabschluss



Im Frühling 2020 hat die regionale Mountainbike-Szene #Wägmacher lanciert. Nach zwei intensiven Saisons ist es für die Verantwortlichen an der Zeit eine erste Bilanz zu ziehen. Klar ist, dass man sich weiterhin für ein attraktives Wegnetz engagieren wird.

Dass sich die Sarganserländer und Sarganserländerinnnen gerne auf das (E-)Mountainbike schwingen, wird an schönen Wochenenden offensichtlich. Die Region bietet tolle Möglichkeiten, um dieser Aktivität nachzugehen. Während die einen am liebsten ein «Alpbeizli» ansteuern, zieht es andere ins Gelände, auf Wege über Stock und Stein. Mit #Wägmacher werden vorwiegend letztere angesprochen.


Freiwillige Arbeitseinsätze Das Ziel von #Wägmacher war stets klar: Als Mountainbike-Gemeinschaft setzt man sich für ein attraktives Wegangebot in der Region ein und packt wo nötig auch mal selbst mit an. Getreu diesem Motto haben die Wägmacher und Wägmacherinnnen in den letzten zwei Jahren insgesamt acht Arbeitseinsätze organisiert. Jeweils unter Anleitung eines Einsatzleiters haben zahlreiche Freiwillige in den Gemeinden Flums, Sargans, Quarten und Walenstadt viel Arbeit in die Wegpflege investiert. Selbstverständlich immer in Absprache mit den zuständigen Behörden und Grundeigentümern. Über die gut gepflegten Wege dürfen sich heute alle Nutzergruppen freuen, egal ob zu Fuss oder auf zwei Rädern. Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv.


Herausforderungen Über das bisher Erreichte zeigt man sich bei den Initianten sehr erfreut. Bis heute haben sich rund 165 Personen bei #Wägmacher registriert. Viele davon haben einen finanziellen Zustupf geleistet oder handfest mitangepackt. Damit die Vision von #Wägmacher aber weiterleben kann sind auch Herausforderungen zu meistern. So sucht man stets nach motivierten Personen, die sich für die Sache engagieren wollen – sowohl bei der Organisation im Hintergrund wie auch bei den Arbeitseinsätzen vor Ort. Ebenfalls wünscht man sich einen regeren Austausch mit den (Orts-)Gemeinden um allfällige Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Immer wieder kommt es vor, dass Wege trotz ihres miserablen Zustands nicht durch die #Wägmacher gepflegt werden dürfen.


Ideenaustausch und Abschlussevent Das Projekt #Wägmacher, eine Art Interessensgemeinschaft, bietet den Mountainbiker und Mountainbikerinnen ein Gefäss sich einzubringen, auszutauschen oder kennenzulernen. An den Arbeitseinsätzen wird nicht nur fleissig geschaufelt. Durch die Beteiligung der BikerNetzwerk AG oder auch René Wildhaber wird viel Know-How weitergegeben (siehe Video: René Wildhabers 5 Tipps zum nachhaltigen Wegunterhalt). Um gemeinsam weitere Ideen zu spinnen und zu fachsimpeln, laden die Wägmacher alle Interessierten zum diesjährigen Abschlussevent ein. Dieser findet am Samstag, dem 9. Oktober im Tiergarten in Mels statt.

Weitere Informationen zum Event und das Anmeldeformular sind unter waegmacher.ch zu finden.


 

Bauen und bewilligen oder bewilligen und dann bauen?

Wie kommen Mountainbikende innert nützlicher Frist zu einem attraktiven Wegangebot? Ist es klüger, einen Trail zuerst zu bauen und danach versuchen diesen zu bewilligen oder umgekehrt?

Die beiden Bloggeinträge beleuchten das Thema aus zwei unterschiedlichen Perspektiven und sorgen für Diskussionsstoff. Für uns ist klar: Wer von offizieller Infrastruktur und Respekt gegenüber der Natur redet, geht den legalen, langfristig sinnvollen Weg. Nicht umsonst gibt es heute zahlreiche Vereine, welche sich im Kanton St. Gallen explizit für die Schaffung von Angeboten fürs Mountainbiken einsetzen.

Ride Artikel: Illegal is gut! Warum der wilde Trail-Bau eine Chance ist What the Hell! Legal ist besser


 

Unterhaltskurs mit Wanderwege St. Gallen abgesagt

Jedes Jahr organisiert die BikerNetzwerk AG zusammen mit den St. Galler Wanderwegen und der Trailworks GmbH einen Unterhaltskurs für Wanderwege. Zentraler Inhalt des Kurses ist der richtige Wegunterhalt, welcher für Wanderende und Mountainbikende geeignet ist. Leider mussten wir den Kurs in diesem Jahr absagen. Grund dafür war nicht etwa die Corona-Situation, sondern der fehlende Durchführungsort. Nachdem es im Raum St.Gallen lange gut ausgesehen hat, war den Grundeigentümern am Ende die Integration des Mountainbikens eben doch ein Dorn im Auge. Die kurzfristige Suche nach einem alternativen Ort war leider erfolglos. Schade!

Interessierte Grundeigentümer von Wegen, welche oft mit dem Bike befahren und zu Fuss begangen werden, dürfen Ihre Anfrage für den Standort des nächstjährigen Unterhaltskurses gerne unter info@bikernetzwerk.ch platzieren. Wir freuen uns 2022 wieder einen spannenden Unterhaltskurs durchführen zu können.


 

Mounainbike-Strategie Glarus angenommen

Das Angebot zum Velofahren und Mountainbiken ist im Glarnerland noch entwicklungsfähig. Jetzt geht es voran: Die im Herbst 2020 von Landrat Martin Zopfi eingereichte Motion für eine Velo-/Mountainbike-Strategie wurde im Landrat gutgeheissen. Die Strategie soll zu einem nachhaltigen Mountainbike-Angebot mit einem flächendeckenden Velo-Netz durchs ganze Glarnerland führen. Die IG Bike Glarnerland stellt sich, als Vertretende der Bike-Szene im Glarnerland, zur Verfügung, um die Nutzersicht von Anfang an in den Strategieprozess miteinzubinden.

Zur Website: IG Bike Glarnerland

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