Es braucht Angebote statt Bussen



Drei Viertel aller Kantonsrätinnen und Kantonsräte haben die überparteiliche Motion «St. Gallen braucht eine Mountainbike-Strategie» unterzeichnet. Die Regierung wird aufgefordert, ein Gesetzesentwurf vorzulegen, mit welcher Strategie das Mountainbike-Angebot im Kanton St. Gallen nachhaltig weiterentwickelt werden kann.

Wir freuen uns, dass eine von uns angestossene Diskussion im Kanton St. Gallen ins Rollen kommt.

Mountainbiken ist eine Breitensportart. Dies unterstreicht die erst kürzlich veröffentlichte Studie „Sport Schweiz 2020“. Mountainbiken liegt in der Schweiz auf Platz 11 der meistausgeübten Sportarten und wird somit von mehr Personen ausgeübt als der Volkssport Fussball.


Durch die technische Weiterentwicklung der Mountainbikes, insbesondere auch durch deren Elektrifizierung, ist die Beliebtheit rasant gestiegen. Diese Entwicklung wird zukünftig so weitergehen.


Das grosse Bedürfnis den Mountainbike-Sport auszuüben, steht in der Schweiz einem zu kleinen und nicht mehr zeitgemässen Angebot gegenüber.


Es benötigt für Mountainbikerinnen und Mountainbiker offizielle Strecken auf Single-Trails mit fahrtechnischen Herausforderungen für verschiedene Niveaus. Die Angebote bedarf es nicht nur in den Tourismusregionen wie im Graubünden oder Wallis. Vor allem in den Agglomerationsräumen wurde die Einrichtung von Mountainbike-Angeboten versäumt. Diese Entwicklungen mit Verboten und einseitigen Argumenten oder alten Vorurteilen zu verhindern, ist ignorant und löst, wie jahrelange Erfahrungen zeigen, keine Probleme.

Nur eine pro-aktive Vorgehensweise und seriöse Planung stellen sicher, dass die unterschiedlichen Weg- und Waldnutzenden möglichst konfliktfrei und rücksichtsvoll ihren Aktivitäten nachgehen können. Das Ziel der Ko-existenz der Wegnutzenden und die Lenkung zu Gunsten Naturschutzanliegen funktioniert sehr gut, vorausgesetzt eine aktive Auseinandersetzung hat stattgefunden.


Das BikerNetzwerk als Mountainbike-Kompetenzzentrum entwickelt passende Angebote, sensibilisiert die Anspruchsgruppen und vermittelt bei Interessenskonflikten. Unsere praktischen Erfahrungen bestätigen, dass sich dieser Weg lohnt und ein respektvolles Miteinander möglich ist.


Wir bedanken uns bei Andreas Widmer (Mosnang), Martin Sailer (Wildhaus), Markus Bonderer (Sargans) sowie Brigitte Pool (Uznach) und allen 87 Mitunterzeichnenden, die mit dieser Motion ein starkes Zeichen für das Thema Mountainbike gegeben haben.

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