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Bereit für den Saisonstart auf zwei Rädern?

  • vor 7 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit
Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen geht es wieder in den Sattel © BikerNetzwerk AG
Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen geht es wieder in den Sattel © BikerNetzwerk AG

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen holen wir unsere Velos, E-Bikes und Mountainbikes wieder aus Keller und Garage. Die Natur erwacht, die Trails werden in den tiefen Lagen wieder befahrbar und die Lust, endlich wieder Zeit auf dem Bike zu verbringen, steigt von Tag zu Tag. Ob genussvolle Ausfahrten oder erste Trail-Abenteuer – der Frühling ist der perfekte Moment für den Saisonstart auf zwei Rädern.


Doch bevor es wieder in den Sattel geht, lohnt sich ein kurzer «Check». Wer gut vorbereitet in die Saison startet, fährt nicht nur sicherer, sondern hat auch deutlich mehr Freude auf dem Bike. Wir haben dazu mit Fabian von Suso Bike gesprochen. Er gibt uns wertvolle Tipps, worauf es für einen perfekten Start in die Saison ankommt – von Service über Fahrtechnik bis hin zu Ausrüstung und Verpflegung.


Vorbereitung & Service: Der M-Test – damit nichts vergessen wird

Nach der Winterpause ist ein gründlicher Check Pflicht. Fabian empfiehlt den sogenannten M-Test – dabei geht man systematisch vom Vorderrad über den Lenker und Rahmen bis zum Hinterrad alles durch (oder in umgekehrter Reihenfolge).


Darauf sollte man besonders achten:

  • Vorderrad: Optischer Bremstest – prüfen, ob Schnellspanner und Bremsscheiben korrekt angezogen sind.

  • Reifen: Luftdruck und Bereifung kontrollieren – oft ist zu wenig Luft im Reifen.

  • Federung: Funktionskontrolle bei Federgabeln durchführen.

  • Lenker: Alles festziehen, Beleuchtung prüfen.

  • Tretachse/Antrieb: Kurbel und Pedale auf festen Sitz prüfen – es sollte nichts wackeln.

  • Sattel: Schnellspanner kontrollieren; Sattel korrekt einstellen und fixieren.

  • Hinterrad: Bremse, Bereifung, Luftdruck und Schnellspanner checken.


Eine kurze Testfahrt auf sicherem, flachem Gelände – zum Beispiel auf dem Vorplatz vor dem Haus – wird auf jeden Fall empfohlen. So lassen sich Einstellungen prüfen und mögliche Probleme erkennen, bevor sie während der Fahrt auffallen.


Fabian erklärt den M-Test, ein systematischer Check, bei dem man alle wichtigen Teile des Bikes geprüft werden.   © BikerNetzwerk AG
Fabian erklärt den M-Test, ein systematischer Check, bei dem man alle wichtigen Teile des Bikes geprüft werden. © BikerNetzwerk AG

Bei E-Bikes kommen zusätzliche Punkte dazu:


  • Akku laden und Funktion prüfen.

  • Display und Beleuchtung kontrollieren.


Häufige Fehler: Viele starten mit zu wenig Luft in den Reifen – das reduziert die Kontrolle und erhöht das Pannenrisiko, besonders in Kurven. Auch Akkus für Schaltwerk oder Sattelstütze werden oft vergessen, während der Haupt-Akku meist kontrolliert wird.


Tipp: Sobald etwas nicht einwandfrei funktioniert, lieber den Fachhandel aufsuchen und korrekt einstellen oder reparieren lassen.


Körperliche Vorbereitung – langsam wieder aufbauen

Nicht nur das Bike, auch der Körper sollte fit sein. Fabian ist überzeugt: Eine gewisse körperliche Fitness ist ein klarer Vorteil auf dem Velo.


Typische Schwächen zu Beginn der Saison:

  • Schnelle Ermüdung in Unterarmen und Händen – Muskeln, die fürs Schalten und Bremsen wichtig sind, erschlaffen schnell.

  • Fehlende Stabilität in der Sitzposition – führt zu Fehlhaltungen und Rückenschmerzen.


Deshalb gilt:

  • Mit kürzeren, einfachen Touren starten.

  • Weniger Höhenmeter einplanen – nicht nur das Hochfahren, auch die Abfahrt kann anstrengend sein.

  • Rumpfstabilität gezielt trainieren, um Fehlhaltungen und Rückenschmerzen vorzubeugen.


Das zahlt sich aus: mehr Kontrolle, weniger Schmerzen und mehr Fahrspass.


Fahrtechnik – Sicherheit bringt Flow

Fahrtechnikkurse lohnen sich laut Fabian für jedes Niveau. Wer sich sicher auf dem Bike fühlt, fährt entspannter und mit mehr Freude.


Vorteile von Kursen:

  • Unsicherheiten abbauen.

  • Richtige Reaktion in anspruchsvollen Situationen trainieren.

  • Eigene Technik gezielt verbessern.


Wer im Frühling einen Kurs sucht, wird bei verschiedenen Anbietern und Bike-Shops im Sarganserland fündig. Die eigene Fahrtechnik lässt sich aber auch ohne Kurs verbessern, indem man die erste Tour gezielt zum Üben nutzt – zum Beispiel fürs Bremsen auf Kies oder das Fahren in ungewohntem Gelände.

 

Die eigene Technik kann auch ohne Kurs verbessert werden, in dem man die erste Tour zum Üben nutzt, wie beispielsweise das Fahren in ungewohntem Gelände. © BikerNetzwerk AG
Die eigene Technik kann auch ohne Kurs verbessert werden, in dem man die erste Tour zum Üben nutzt, wie beispielsweise das Fahren in ungewohntem Gelände. © BikerNetzwerk AG

Routenplanung – clever statt überfordert

Neben Technik und Fitness ist die richtige Tour entscheidend. Fabian empfiehlt, die Route an die aktuelle Kondition und das Fahrkönnen anzupassen.


Tipps für die Planung:

  • Einfache Touren zu Beginn; anspruchsvollere erst später. Damit kann man sich langsam steigern und beugt dem Verletzungsrisiko vor.

  • Auf bestehende und geprüfte Routen zurückgreifen. Fabian empfiehlt die Touren von Heidiland Tourismus, welche über das Outdoor-Active-Portal abrufbar sind. Hier erhält man Infos zu Dauer, Länge, Höhenmetern, Schwierigkeitsgrad und Umgebung.


So wird die Tour nicht zur Überforderung, sondern zum Erlebnis und liefert Inspiration für neue Ausflugsziele.


Sanft in die Saison starten – mit leichten und überschaubaren Touren. © BikerNetzwerk AG
Sanft in die Saison starten – mit leichten und überschaubaren Touren. © BikerNetzwerk AG

Material & Ausrüstung – klein, aber entscheidend

Auch bei kurzen Touren sollte die Grundausstattung stimmen. Ein kurzer Blick aufs Wetterradar lohnt sich auf jeden Fall, so kann man bei Bedarf noch einen Regenschutz in den Rucksack packen, falls Regen oder Gewitter angekündigt sind. Passende Kleidung schützt vor Kälte und wechselhaftem Wetter.


Ebenfalls empfiehlt Fabian, Ersatzschlauch und Flickzeug einzupacken. Besonders beliebt bei Bikenden ist aktuell die elektrische Mini-Pumpe: Mit ihr lassen sich zwei Pneus problemlos aufpumpen. Das Tool ist leicht, einfach zu bedienen und benötigt wenig Platz.

Alternativ kann ein ‚Emergency Puncture Repair & Inflate Spray‘ helfen – eine Sofort-Pannenhilfe, die nicht nur ein Loch verschliesst, sondern gleichzeitig den Reifen wieder befüllt. Wer wenig Erfahrung mit Flickzeug und Ersatzschläuchen hat, kann einen Kurs besuchen oder unterwegs auf hilfsbereite Mitbikende zählen.


Fabian empfiehlt zudem leichte Schoner oder Socken mit integriertem Schutz im Gelände, da sie die Sicherheit erhöhen.


Verpflegung – Energie richtig einteilen

Aus eigener Erfahrung weiss Fabian, dass die richtige Verpflegung beim Biken ein oft unterschätzter Faktor ist. Dabei gilt vor allem: immer genügend trinken. Zusätzlich empfiehlt er kleine Snacks wie Nüsse oder Gummibärchen – sein Favorit sind Biberli.


Für längere Ausfahrten gilt:

  • Regelmässig trinken

  • Energiezufuhr einteilen

  • Pausen bewusst einplanen


Für Sportliche gibt es inzwischen sogar spezielle Energie-Gummibärchen – praktisch portioniert und mit dem nötigen Energiekick. Und manchmal hilft ein Espresso für den extra Koffeinschub.


Fabian ist überzeugt: Wer sich gut auf die Saison vorbereitet, ist sicherer unterwegs und hat einfach mehr Freude auf dem Bike. © BikerNetzwerk AG
Fabian ist überzeugt: Wer sich gut auf die Saison vorbereitet, ist sicherer unterwegs und hat einfach mehr Freude auf dem Bike. © BikerNetzwerk AG

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